Epilation und anschließende Behandlung mit Kokosöl – wie ergänzen sie sich?

Um eine länger anhaltende Haarentfernung an bestimmten Körperstellen wie Beine, Achselhöhlen oder der Bikinizone zu erzielen, greifen viele Frauen, aber auch Männer, zum Epilierer. Die Epilation ist der Rasur in einigen Punkten deutlich überlegen. Die epilierten Hautregionen bleiben viel länger frei von Haaren. Es können sich vor allem keine piksenden und optisch störenden Haarstoppel bilden, weil die Haare mitsamt der Wurzel aus der Haut ausgezupft werden.

Der „Preis“ für das drastische Auszupfen der Haare mit dem Epilierer besteht darin, dass die Prozedur schmerzhaft und unangenehm sein kann und dass sich die Haut zunächst ein wenig von dem Auszupfen der Haare erholen muss. In der Regel kommt es zu vorübergehenden Hautirritationen wie rote Punkte, die meist von selbst wieder verschwinden. Die Haut benötigt in diesem Zustand Unterstützung zur Stärkung ihrer Regenerations- und Abwehrfähigkeit. Während hierfür viele chemische Mittel und Kosmetika angeboten werden, schwören erfahrene Anwender auf Kokosöl als Naturprodukt.

Kokosöl bietet der Haut antimikrobiellen Schutz nach dem Epilieren

Kokosöl

Natives Kokosöl wird durch kalte Pressung von getrocknetem Kokosfleisch, der Kopra, gewonnen. Das Öl besteht zu etwa 45 % bis 53 % aus Laurinsäure, dessen Name sich aus Laurus nobilis ableitet, der botanischen Bezeichnung für Lorbeer. Im Lorbeeröl ist der Anteil an Laurinsäure noch höher, und bereits in der Antike war die antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung von Lorbeer bekannt. Die antimikrobiellen Eigenschaften werden der Laurinsäure zugeschrieben, die auch als natürliches Repellent (Vergrämungsmittel) gegen blutsaugende Insekten und Gliederfüßler Verwendung findet. Stechmücken, Zecken und andere blutsaugenden Quälgeister mögen die Laurinsäure im Kokosöl nicht und suchen lieber das Weite.

Das Kokosöl, das nach dem Epilieren auf die Haut aufgetragen wird, wirkt dank seines hohen Anteils an Laurinsäure wie eine Barriere gegen Bakterien, Pilzsporen und sogar gegen Viren. Es dringt in die Haarschäfte ein und lässt dort den Mikroben keine Chance. Das Öl stärkt und ergänzt damit den natürlichen Schutz der Haut, der durch die Epilation kurzfristig geschwächt wird. Aber es bietet nicht nur Schutz, sondern kann noch viel mehr, denn es hat noch weitere Stoffe im Gepäck, die der Haut außerordentlich guttun.

Kokosöl versorgt die Haut mit wichtigen Aufbaustoffen

Kokosöl besteht zu großen Teilen aus mittelkettigen, gesättigten Fettsäuren, aber es sind noch weitere wichtige Substanzen vorhanden. Die Haut profitiert dabei von bestimmten Aminosäuren und einer Vielfalt an Mineralstoffen wie Magnesium, Calcium, Phosphor und vielen mehr. Auch wichtige Spurenelemente wie Zink, Mangan und Kupfer kommen der Haut zugute. B-Vitamine, Vitamin E und Lactone tragen ebenfalls zu der pflegenden Wirkung von Kokosöl bei. Besonders das Vitamin E entfaltet antioxidative Eigenschaften, die den Alterungsprozess der Haut hemmen. Viele positiven Eigenschaften des Kokosöls für die Haut ergänzen sich in nahezu vorbildlicher Weise.

Kokosöl schützt die Haut vor Austrocknung nach der Epilation und wirkt entzündungshemmend

Die positiven Eigenschaften von Kokosöl auf die Haut nach der Epilation kommen besonders gut zur Wirkung, weil sich das Öl – einschließlich der Laurinsäure - fast ausschließlich aus sogenannten mittelkettigen Fettsäuren zusammensetzt. Im Gegensatz zu anderen Pflanzenölen ist Kokosöl deshalb relativ gut wasserlöslich. Es dringt deshalb relativ gut in die feuchte Haut ein, gibt seine eigene Feuchtigkeit an die Haut ab und verhindert ein Austrocknen, wenn der Epilierer zum Einsatz kam. Neben der oben angesprochenen Eigenschaft als mikrobielle Barriere müssen auch die entzündungshemmenden Eigenschaften des Kokosöls erwähnt werden.

Sie verhindern eventuelle Entzündungsreaktionen der Haut. Bereits bestehende kleine Entzündungsherde wie Pickel und andere Hautveränderungen werden positiv beeinflusst und heilen bestenfalls völlig aus. Kokosöl entpuppt sich damit nicht nur als Schutzmittel für die Haut, sondern auch als nahezu perfektes Pflege- und Aufbaumittel, besonders nach dem Epilieren, wenn die Haut ein wenig geschwächt und anfällig für Infektionen ist und zu leichten Entzündungen neigt.

Unser Tipp: Wenn Sie an einem Produkt mit Kokosöl interessiert sind, dann schauen Sie unter "Pflegeprodukte nach der Epilation".

Interessante Artikel zum Thema Epilation: