Peeling Tipps & Tricks 2017

Peeling, ein Schlagwort, dass man häufig im Zusammenhang mit Epilieren hört. Wozu ist es überhaupt gut und welcher Zusammenhang besteht dabei mit dem Epilieren?

Die oberste Schicht unserer Haut, die Epidermis, lässt an ihrer unteren Membran ständig neue Hornzellen entstehen, die sich innerhalb eines Zyklus von 28 Tagen bis zur obersten Schicht der Oberhaut, der Hornschicht, ihren Weg bahnen. Auf dem Weg dorthin verhornen sie immer mehr und werden – oben angekommen – auf natürlichem Weg als winzige, kaum sichtbare Schuppen abgestoßen. Durch ein Peeling, was ja im ursprünglichen Wortsinn so viel wie Abpellen oder Schälen bedeutet, wird der Prozess des Abschilferns der abgestorbenen Hornhautzellen unterstützt.

Für das Epilieren hat das Exfolieren – wie das aktive Entfernen der abgestorbenen obersten Hautschüppchen auch genannt wird - in zweierlei Hinsicht Bedeutung. Die Epilation wird durch ein vorheriges Entfernen der abgestorbenen Hautzellen unterstützt, weil Körperhaare an noch nicht abgestoßenen Hornzellen hängen bleiben und abbrechen können. Eine weitere praktische Bedeutung liegt in der Entfernung der Hautschüppchen nach erfolgter Epilation. Nachwachsende, vorher epilierte Haare, sind meist dünn und zart. Es besteht bei ihnen eine erhöhte Gefahr, dass sie die äußere Hornschicht der Haut nicht überwinden können, so dass sie sich umbiegen und nach innen wachsen, also im klassischen Sinn einwachsen. Durch das Exfolieren nach der Epilation wird die Gefahr des Einwachsens deutlich verringert.

Peeling – der feine Schliff für die Haut

Die aktive Beseitigung der abgestorbenen Hornplättchen bedeutet für die Haut eine Unterstützung in der „Häutungsfunktion“. Man könnte das Exfolieren auch mit dem Putzen und Polieren von Silbergegenständen vergleichen mit dem Unterschied, dass das Silber nach jedem Polieren ein wenig an Substanz verliert, während die Haut in einem kontinuierlichen Prozess immer wieder frische Hornzellen nachschiebt, so dass sie durch den Vorgang keinesfalls dünner wird. Die Haut fühlt sich nach einem qualitativ gut durchgeführten Peeling ein wenig geschmeidiger und jünger an. Ein behutsames und effizientes Entfernen der Hornplättchen ist durchaus als Feinschliff für die Haut zu verstehen und als Hilfe für die natürliche „Häutung“. Mit der Exfolierung werden zusätzlich wichtige Funktionen der Haut wie Wärmeregulierung und die sensorischen Fähigkeiten Berührung, Tastempfinden und Schmerzempfinden in ihrer Empfindlichkeit unterstützt und verbessert.

Peeling Methoden

Peeling im Zusammenhang mit der Epilation bedeutet immer, dass es um die Entfernung der oberflächlichen Schichten der abgestorbenen Hornhautzellen geht, nicht aber um eine mitteltief bis tief wirkende dermatologische Behandlung, bei der große Teile der Hornhaut abgetragen werden. Die Entfernung der oberflächlichen Hornzellen wird in einigen Quellen auch als Mikrodermabrasion bezeichnet. Am meisten verbreitet ist die Exfolierung mit mechanisch wirkenden Mitteln wie harte Bürsten oder Mikrofasertücher. Häufig werden auch spezielle Mittel auf die Haut aufgetragen, die kleine Partikel enthalten, mit denen die Haut abgerubbelt wird und die die winzigen Hautschüppchen „mitnehmen“. Derartige vorgefertigte Peelings sind in zahlreichen Zusammensetzungen im Handel verfügbar. Die Peelingmittel enthalten beispielsweise Mikropartikel aus Aluminiumoxid, aus Kunststoff oder aus zerkleinerten Pfirsich- und Aprikosenkernen.

Peeling-Produkt

Als Alternative zu professionellen Peelings werden auch vielfach Hausrezepte angeboten, die einfache Rezepturen für die Herstellung von Peelings beinhalten. Beispielsweise lassen sich die benötigten Pasten aus Olivenöl, Zucker und Honig herstellen oder ebenfalls ganz einfach aus Olivenöl und Salzkristallen. Auch aus feinem Sand und Quark lassen sich Peelings herstellen.

Eine weitere Methode zur Beseitigung der oberflächlichen Hautschüppchen und zur Glättung leichter Hautfältchen sind chemische Peelings, die meist mit Fruchtsäure oder auch mit Vitamin-A-Säure durchgeführt wird. Wegen möglicher Nebenwirkungen im Hautbild bei unsachgemäßer Anwendung sollten chemische Exfolierungen nur von Fachpersonal in professionellen Einrichtungen durchgeführt werden.

Wieso gehört Epilation & Peeling so eng zusammen?

Epilation und das aktive Entfernen der obersten Hornplättchen der Haut gehören nicht nur gemeinsam zu den Hautpflegeaktivitäten, sondern es gibt auch Wechselwirkungen, die sich gegenseitig ergänzen. Die Exfolierung vor der Epilation macht die Haut geschmeidiger und lässt die Körperhaare in Verbindung mit einem warmen Bad weniger fest sitzen. Das führt zu einem verminderten Epilierschmerz, und es kommt weniger häufig zu abgebrochenen Haaren beim Epilieren. Aber auch die Exfolierung nach der Epilation hat seine besondere Bedeutung und Notwendigkeit. Weil die nach einer Epilation nachwachsenden Haare dünner und feiner sind als die ursprünglichen Haare, haben sie oft Mühe, durch die oberste Hornschicht zu stoßen, so dass sie sich umbiegen und nach innen wachsen, also einwachsen. Die Exfolierung nach dem Epilieren im zeitlichen Turnus von etwa zwei Wochen hilft den nachwachsenden Härchen, ans Tageslicht zu kommen. Probleme mit dem Einwachsen der feinen Härchen werden dadurch vermindert.

Fazit: Effekt Peeling – der Jungbrunnen für die Haut

Unsere umfangreichen Untersuchungen und Erfahrungen haben uns gezeigt, dass Epilation und Exfolierung nicht nur in einem Atemzug genannt werden sollten, sondern dass sich die beiden Aktivitäten gegenseitig bestens ergänzen. Das Ergebnis der Epilation profitiert von der vorher und nachher durchgeführten Exfolierung. Dass moderne multifunktionale Haarentferner namhafter Hersteller meist auch über eine Peelingfunktion verfügen, ist kein Marketing Gag, sondern stellt eine wertvolle Ergänzung der Epilation dar. Unser Fazit besteht in der Feststellung, dass ein Haarentferner, der eine Kombination der beiden Aktivitäten bietet, einen wahren Jungbrunnen für die Haut darstellen kann.

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